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35 weitere Wasserstoffautos für Tiroler InteressentInnen

In Mabuk/Korea - der Geburtsstätte des weltweit ersten Wasserstoff Serienfahrzeuges - kam es im Rahmen des "2015 Green Energy Leaders Meeting" zu einem Zusammentreffen mit Dr.-Ing. Sae Hoon Kim, dem verantwortlichen Entwickler des Hyundai ix35 FCEV (Fuel Cell Electro Vehicle). Er erklärte die Vielseitigkeit und den großen Wert des Elementes Wasserstoff in der Entwicklung neuer Speicher- und Antriebstechnologien. Den Entwicklungsstand der Brennstoffzelle beschreibt Dr. Kim so, dass sich die Effizienz gegenüber dem Forschungsbeginn im Jahr 1995/96 um das 140 fache verbessert hat und die Technologie bereits an einem Punkt angelangt sei, wo es nur mehr um die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit gehe. Ab einer Produktionsserie von rund 100.000 Fahrzeugen werde das Wasserstoffauto preislich mit den herkömmlichen Fahrzeugtechnologien konkurrenzfähig sein. Hyundai ist dafür gerüstet, mit der zweiten Serie ab dem Jahr 2018 diese Herausforderung anzunehmen. Im derzeitigen Stadium der ersten Serie "kommt auf ein eingesetztes Fahrzeug noch ein Ingenieur" beschreibt Dr. Kim die Intensität des gegenwärtigen "Großfeldtests im Alltagsbetrieb".
Frank Meijer (Hyundai Europe) und Ernst Fleischhacker (FEN Sustain Systems GmbH) kommen im Eco-Technology Center in Mabuk überein, dass im Jahr 2016 ein weiteres Kontingent von 35 Hyundai ix35 FCEV für Tiroler InteressentInnen zur Verfügung stehen wird und darüber hinaus  Hyundai auch einen Beitrag zur Dynamisierung des H2-Einführungsprozesses in Tirol leisten werde. Die Details sollen am 19. November 2015 im Rahmen eines von der Hyundai Import GmbH Österreich organisierten Business Breakfast in der SWARCO Traffic World in Wattens präsentiert werden. Zusammen mit den ab 1. Jänner 2016 in Österreich in Kraft tretenden steuerlichen Begünstigungen für die Wasserstoffautos (Umsatzsteuer-und Sachbezugsbefreiung) bekommen die Tiroler H2-Auto Kunden damit vermutlich die weltweit besten Kaufbedingungen für den Einstieg in diese Zukunftstechnologie.
"Ich freue mich sehr darüber, dass sowohl die Republik Österreich als auch die Hyundai Motor Company unseren pionierhaften Einsatz für die Mobilität von morgen mit - weltweit wahrnehmbaren - konkreten Taten belohnen. Es ist nicht selbstverständlich, ein derartiges Kontingent an Wasserstoffautos zu bekommen, weil der auf dem europäischen Markt liegende Fokus von Hyundai den Ländern Norwegen, Holland, Dänemark, Schweden, Deutschland und England gilt. Australien hat vergleichsweise bisher erst ein Auto aus der ersten Serie des ix35 FCEV bekommen. Auch unsere Versuche ein Wasserstoffauto aus der ersten Toyota-Mirai-Serie nach Tirol zu bekommen waren bisher nicht erfolgreich, weil im Jahr 2016 nur einige wenige Fahrzeuge nach Deutschland kommen sollen. Den Renault Kangoo (erstes Elektroauto mit H2 Range-Extender) können wir in Tirol noch nicht einsetzen, weil wir noch keine H2-Niederdruck-Tankstelle besitzen. Unabhängig davon wird es im Falle des Verkaufes der für Tirol bereitgestellten 35 Fahrzeuge dazu kommen, dass es vermutlich nirgendwo auf der Welt so viele Wasserstoffautos auf einem so engen Raum geben wird, wie bei uns in Innsbruck. Wir brauchen das, um unsere Energie- und Wasserstoffstrategie in Tirol sichtbar voranzutreiben. Die Welt braucht das, um in einem ganzheitlich funktionierenden Mikrosystem Wachstum zu erzeugen, das dann auf die großen Systeme (Märkte) übertragen werden kann. Damit bekommt der mit Unterstützung des Landes Tirol eingeleitete Technologiewettbewerb einen sichtbaren Impuls und eine weltweite Dimension. Die Fahrzeuge sollen in den nächsten Jahren auch unsere Wasserstoffautobahn im Green Corridor von München bis Modena  beleben und den Umbau unseres Mobilitätssystems auf Elektromobilität  (H2 Elektroautos, Batterie Autos) im PKW Bereich wesentlich beschleunigen. Ab dem Jahr 2026 soll dann der Brenner Basistunnel zunehmend auch den Schwerverkehr verschlucken, sodass wir im Rahmen unserer Strategieumsetzung bis dahin real erkennen sollten, ob wir uns in Tirol bis zum Jahr 2050 von Öl und Gas in der Mobilität befreien können oder nicht", kommentiert Dr. Ernst Fleischhacker das erfreuliche Verhandlungsergebnis.

Markus Bachmeier - Linde BRD, Petr Dolejsi - ACEA Brüssel, Ernst Fleischhacker - FEN Austria, Seongwoong Suh - Hyundai Motor
Dr.-Ing. Sae Hoon Kim - Team Manager Fuel Cell Engineering Team Eco-Technology Center, Research & Development
Dr. Ernst Fleischhacker - FEN Sustain Systems GmbH Austria, Frank Meijer - Hyundai Fleet Europe Germany
Wasserstoffbedarfswachstum in Tirol. Ganzheitlich funktionierendes Mikrosystem.
35 weitere Fahrzeuge für die Wasserstofautobahn im Green Corridor
Teilnehmer des "2015 Green Energy Leaders Meeting" in Mabuk/Korea
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