Wasserstoffbahn und Wasserstoffregion Zillertal in ORF2 Doku: “Unter Strom: Elektromobilität am Prüfstand”

Die neue Zillertalbahn (Link) soll in Zukunft mit grünem Wasserstoff fahren. Die Grundlagen dafür werden derzeit mit dem Projekt HyTrain erarbeitet.

Mit der Umsetzung der neuen H2-Zillertalbahn (Link), welche derzeit über das Forschungsprojekt WIVA P&G HyTrain vorbereitet wird, müssen eine Elektrolyseanlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff und ein redundantes Betankungssystem gebaut und eingerichtet werden. Diese Infrastruktur ist dann auch zugleich die Grundlage für den Ausbau des Tals zur “Wasserstoffregion Zillertal”.

Die diesbezügliche – und darüber hinaus gehende – Entwicklung wird am Forschungszentrum HyWest (Link engl) am privatwirtschaftlich organisierten Green Energy Center Europe in Innsbruck vorangetrieben.  Mit dem schon seit längerer Zeit laufenden Projekt HySnowGroomer werden Wasserstoff-Pistenraupenkonzepte samt Infrastruktur für die Ökologisierung des alpinen Wintertourismus entwickelt und experimentell eingesetzt. Mit dem Projekt HyBus-Implementation wird ein Wasserstoff-Pilotbusses aus der weltweit ersten Serie für den Einsatz in extremen Berg- und Wintersituationen experimentell erforscht. Im Projekt H2 Alpin sollen dann die Grundlagen für einen qualitätsgesicherten Wasserstoff-Fahrzeugbetrieb erarbeitet werden.

Die Wasserstoffregion Zillertal ist neben dem Wasserstoff-Businessprojekt von MPREIS in Völs und dem Wasserstoffzentrum der TIWAG in Langkampfen einer der drei strategischen Pfeiler für den Bau der Brücke in die “Grüne regionale Wasserstoffzukunft”, die am Green Energy Center Europe mit dem Forschungsprojekt WIVA P&G HyWest entwickelt und gebaut wird.

Die Speerspitze für den Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft in Tirol ist das EU Forschungsprojekt Demo4Grid.  Im Rahmen dieses Projektes wird eine Alkali-Druck-Elektroyseanlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff (Link engl) gebaut. Die Anlage wird zur Zeit am MPREIS Produktions- und Logistikzentrum in Völs in Betrieb genommen. Die – zunächst zur demonstrativen Stromnetzregelung dienende – Pilotanlage ist dann die Grundlage für ein gesamthaftes Businessplanprojekt. Mit Hilfe der Forschungsprojekte WIVA P&G-HyWest und H2 Alpin werden schrittweise die Wärmedienstleistungsprozesse des Produktionszentrums (Beheizung der Bäckerei) und die Mobilitätsdiensleistungsprozesse des Logistikzentrums (Auslieferungsflotte) auf grünen Wasserstoffbetrieb umgestellt und die Verfügbarkeit des Wasserstoffs für andere Projekte sichergestellt.

Das Wasserstoffzentrum der TIWAG beim Innkraftwerk in Langkampfen befindet sich in der Genehmigungsphase. Das auf die Mehrfachnutzung des Laufwasserkraftstroms ausgelegte “Power2X-Projekt” dient im Wasserstoffbereich zur experimentellen “Gasanreicherung mit Wasserstoff” und zur Weiterentwicklung  der “Wasserstoffautobahn Green Corridor”, welche im Jahr 2016 zusammen mit der Eröffnung  des Green Energy Center Europe in Innsbruck in Betrieb genommen wurde. Die Begleitforschung für dieses Projekt ist in WIVAP&G HyWest und H2Alpin abgebildet.

Mit den angeführten Forschungsprojekten wurden – ausgehend von der privatwirtschaftlichen Initiative des Green Energy Centers Europe – unverzichtbare Deckungsbeiträge generiert, ohne die es nicht möglich wäre die teuren Pionier- und Pilotprojekte für den Aufbau der grünen Wasserstoffwirtschaft zu generieren und finanzieren.

Im November 2021 wurde die erweiterte internationalisierte Codex Partnerschaft am Green Energy Centers Europe vorgestellt. Diese vereint das Ziel, die strategisch systemische Sicht noch mehr auf das große Ganze zu legen und damit weitere Projekte für den Bau der Brücke in die Grüne Zukunft zu initiieren.